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Bürgerdialog mit Winfried Kretschmann in Staufen

von Dirk Kron | 25. Februar 2016

Kreisch und DirkFür ein volles Haus sorgte Ministerpräsident Winfried Kretschmann am 19. Februar beim Bürgerdialog in Staufen. Mehr als 600 Bürgerinnen und Bürger aus dem Münstertal und dem Markgräfler Land waren gekommen. Das Staufener Brass Kollektiv heizte musikalisch ein bevor das Gespräch mit Winfried Kretschmann beginnen konnte. Das Format: nach einem Kurzimpuls des Ministerpräsidenten stieg die Moderation in das 40 minütge Gespräch ein. Das Publikum hatte die Möglichkeit mit notierten Fragen das Gespräch mit zu steuern. Organisiert hatte den Bürgerdialog  Bärbl Mielich.

Die Badische Zeitung vom 20. Februar schrieb: „Das Publikum durfte seine Fragen auf vorbereiteten Zetteln notieren, die Moderator Kron im Anschluss an Kretschmanns Kurzvortrag zückt. „Stehen Sie für die Kanzlerkandidatur zur Verfügung?“, will ein Bürger wissen. Die Antwort ist knapp und kommt schnell: „Nein.“ Und damit geht’s gleich zur nächsten Frage weiter. „Warum lassen Sie eine Verschlechterung der Bildungspolitik zu?“ Man habe den Weg nicht so weitergehen können wie bisher, meint Kretschmann. Wichtig sei die individuelle Förderung der Schüler. Er setze auf moderate Reformen. „Wir wollen mit den Kindern nicht experimentieren.“ Die nächste Frage betrifft die Abschaltung des Atomkraftwerks in Fessenheim. „Wir machen bei jeder Gelegenheit Druck in Frankreich.“ Weiter geht’s mit der Rheintalbahn. „Das Bauen von Schienen ist Aufgabe des Bundes und der Bahn. Der Landeshaushalt ist dafür nicht gemacht“, sagt Kretschmann. Eine andere Frage dreht sich um Perspektiven für kleinbäuerliche Familienbetriebe. „Wir müssen die Vermarktung regionaler Produkte forcieren.“ Landwirte bräuchten weitere Standbeine, wie den Tourismus.“

Ministerpräsident Winfried Kretschmann war um keine Antwort verlegen, zeigte sich mal nachdenklich-philosophisch, dann wieder konkret und deutlich. Insbesondere bei strittigen Themen bezog er klar Stellung. Seine Art das Gegenüber wertschätzend anzuerkennen, aber durchaus auch zu widersprechen, wenn er anderer Auffassung ist, kam beim Publikum sichtbar an. Großer Beifall am Ende.

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