« | Home | »

Der erste Podcast in der Reihe „What next“ der Reihe Stadtgespräche an der RWTH Aachen

von Christine Grüger | 15. Juni 2020

Im Gespräch mit Prof. Dr. Klaus Selle, Stadtplaner, Stadtforscher und „Vertreter der Wirklichkeit“ und dem Pionier der online Beteiligung Dr. Oliver Märker, Gründer und Gesellschafter der Agentur Zebralog, wurde das Digitale in zukünftigen Dialogprozessen unter die Lupe genommen.

Von beiden Gesprächspartnern wurden hervorgehoben, dass es zukünftig eine wohldurchdachte Balance zwischen digitaler und analoger Kommunikation geben wird: crossmedial, d.h. ein Wechselspiel von synchronen und asynchronen Formaten. Dabei ist die „Nebenbeikommunikation“ mitzubedenken und aktiv in diese Prozesse zu integrieren.

Wichtige Erkenntnis des Gesprächs war es, dass -unabhängig, ob digitale oder analoge Formate- die vor Ort etablierte Planungskultur und Haltung entscheidet für den Erfolg von Beteiligung ist. Leider sei der Wille zur Partizipation nur in 10 % der Kommunen vorhanden.

Letztendlich ist eine »Ökonomie der Beteiligung« notwendig: Man müsse wieder bewusst nachfragen, wen will ich wann warum beteiligen? Die sorgfältige Akteursanalyse ist im digitalen Format genauso wichtig wie im analogen. Es braucht mehr Sorgfalt, um die richtigen Personen für das Projekt anzusprechen. Notfalls telefonisch! Also ist die aufsuchende Beteiligung auch im Digitalen ein wesentlicher Arbeitsschritt.

Topics: Allgemein | Keine Kommentare »

Einen Kommentar schreiben