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Masterplan Mobilität Konstanz

von Dirk Kron | 5. Dezember 2011

Ein volles Kulturzentrum am verkaufsoffenen Adventssamstag: fast alle Plätze waren am 3.12. besetzt zur Auftaktveranstaltung mobil sein in Konstanz. Die Zeit: morgens von 10 bis 13 Uhr. Das Ziel: gemeinsam die Leitplanken für die Mobilitätspolitik der kommenden Jahre an der Stadt am Bodensee diskutieren.

Der Masterplan Mobilität wird in den kommenden zwei Jahren entstehen. Hierzu arbeitet verwaltungsintern eine ämterübergreifenden Arbeitsgruppe interdisziplinär unter unserer Moderation zusammen. Darüber hinaus wird der Dialog mit der Bürgerschaft in mehreren Mobilitätsforen erfolgen, die sich den Bedürfnissen einzelner Nutzergruppen wie Radfahrer, Fußgänger, Autoverkehr, Touristen oder Einkaufsbesucher ebenso widmen werden wie den Mobilitätsbeziehungen der Teilorte zur Kernstadt und umgekehrt.

Die Auftaktveranstaltung war geprägt von drei Zielen: über den Prozess informieren, in die Diskussion einsteigen und eine neue Dialogkultur begründen. Insbesondere das Thema Mobilität ist in vielen Kommunen emotional und ideologisch aufgeladen. Die Protagonisten kennen sich häufig seit Jahren, sind in Interessenknäuel verstrickt, und statt einer Dialogbereitschaft bringen sie zu Arbeitstreffen wohlbekannte Schuldzuschreibungen  mit.

Um das Thema Mobilität auch in den Köpfen mit frischem Wind zu versehen, haben wir uns in Konstanz für die Zusammenarbeit mit einem lokalen Improvisationstheater entschieden. Zweimal gelang es den Schauspielern von Consentum mit Zurufszenen das Publikum  zum Lachen oder doch zumindest zum Schmunzeln zu bringen. Und wer  gemeinsam mit anderen lachen oder schmunzeln konnte (und vielleicht sogar über sich selbst), dem fällt es dann auch leichter miteinander neu ins Gespräch zu finden.

Diese Auseinandersetzung mit Themen, Fakten, Ideen auf der einen und dem Dialog mit anderen Akteuren auf der anderen Seite erfolgte entlang einer Themenwand „Mobil sein in Konstanz“. Hier konnten die Teilnehmenden miteinander ins Gespräch kommen und eigene Hinweise und Kommentare zu Themen wie Nahmoblität, ruhender und fliessender Verkehr, ÖPNV, Radverkehr, Fußgänger, Kinder/Jugendliche, Touristen, Teilorte etc. hinterlassen, die anschliessend vom Moderationsteam ausgewertet wurden.

Die Veranstaltung war ein erfolgreicher Auftakt für die weitere inhaltliche Arbeit in 2012. Die Methodik, der Blick von aussen, gewährleistet durch das externe Moderationsteam und eine Verkehrsplanerin aus Darmstadt (Gisela Stete, steteplanung) und selbst der für uns auch eher ungewöhnliche Zeitpunkt der Veranstaltung (Samstag, 10-13 Uhr) wurden ausdrücklich positiv bewertet. Wie auch die abschliessende gemeinsame Linsensuppe, die nicht nur als willkommene Stärkung sondern ebenso als kleine Geste der Wertschätzung wahrgenommen wurde.

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