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Leitbild 2022 in Ingelheim im Konsens verabschiedet

von Dirk Kron | 12. April 2013

Leitbild-unterzeichungDie Fortschreibung des Leitbildes in der Rotweinstadt Ingelheim am Rhein, Stammsitz des Pharmaunternehmens Boehringer, ist abgeschlossen. Das 10 Jahre alte Leitbild wurde evaluiert und weiterentwickelt.

Im Rahmen einer öffentlichen Abschlußveranstaltung wurde das von den Expertinnen und Experten der Stadtverwaltung Ingelheim bearbeitete Leitbild von den in einer Leitbildkonferenz mitarbeitenden Bürgerinnen und Bürgern noch einmal kritisch gewürdigt und konnte dann in die Schlußfassung gebracht werden.

Im Rahmen einer Gemeinderatsklausur waren die Ziele politisch mit den Fraktionen im Stadtrat abgestimmt worden. Gemeinsam zeichneten Oberbürgermeister Ralf Claus und die Fraktionsspitzen anschließend eine Erklärung,  in der Sie die Ergebnisse würdigen und sich selbstverpflichten, die „Beschlüsse des Rates künftig am Leitbild 2022 auszurichten“. Den Ratsmitgliedern künftiger Wahlperioden wird „empfohlen, sich die Ziele dieses Leitbildes zu eigen zu machen“.

In diesem Prozess haben wir mit einem Expertenteam aus der Verwaltung das Leitbild 2012 evaluiert, und dabei auch die Bürgerinnen eingebunden. In einer Großgruppenkonferenz wurde das neue Leitbild in seinen Grundzügen und Grundaussagen erneut unter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet. Dabei wurde auch der „Blick von außen genutzt“, in dem 2 Experten eingeladen wurden, Ihre Sicht auf Ingelheim einzubringen. Der inhaltliche Feinschliff des Leitbildes 2022 erfolge dann wieder mit dem Verwaltungsteam. Schließlich wurde in einer Gemeinderatsklausur das Leitbild politisch abgestimmt und somit die Abschlusserklärung auf den Weg gebracht.

Die Allgemeine Zeitung aus Mainz schreibt zur Leitbildverabschiedung:

13.03.2013 – INGELHEIM, Allgemeine Zeitung (auch Quelle des Fotos)

Von Helena Sender-Petry

Alle waren zufrieden. Es herrschte sogar ein wenig Aufbruchstimmung am Montagabend im Ingelheimer Stadtrat. Das Leitbild 2022 wurde einstimmig beschlossen. Und um der Bedeutung des Votums Gewicht zu verleihen, unterzeichneten die Fraktionssprecher stellvertretend für alle Ratsmitglieder eine Selbstverpflichtung, das zukünftige politische Handeln an dem fortgeschriebenen Leitbild zu orientieren.

„Es war ein offenes Verfahren. Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich beteiligt, was sehr befruchtend für den Leitbildprozess war“, sagte Oberbürgermeister Ralf Claus. Nun gelte es, das Papier mit Leben zu füllen, um sich der „gesellschaftlichen, sozialen und ökologischen Verantwortung“ zu stellen. Davon, dass der „eigentliche Prozess erst beginnt“, war nicht nur Claus überzeugt.

Gemeinwohl im Vordergrund

CDU-Fraktionschef Hans-Richard Palmen nannte das Leitbild „ein Konzept, das konkrete Handlungsvorschläge enthält“. Er lobte die große Bürgerbeteiligung, erinnerte an den damit verbundenen „Diskussions- und Reflexionsprozess“, bei dem immer das Gemeinwohl im Vordergrund gestanden habe. Eine „richtungsweisende Entscheidung“ nannte Norbert Külzer, Sprecher der SPD-Fraktion, das Leitbild 2022. Schwerpunkte für die Sozialdemokraten seien der Klimaschutz, die Bildung und die Kultur in all ihren Facetten. „Die SPD will sich gerne am Leitbild orientieren“, versprach Külzer. Für die FWG ergriff Sprecher Klaus Hüttemann das Wort: „Für die wichtigsten Handlungsfelder der Stadtentwicklung und Sicherung der Qualität städtischen Lebens sind klare Leitlinien und Ziele formuliert.“ Das schließe nicht aus, dass weiter um Entscheidungen im Rat gerungen werde, stellt Hüttemann klar.

Hans-Werner Klose, Sprecher der FBI, unterstrich die Verpflichtung zur Umsetzung der Ziele, „soweit es in unseren Kräften liegt“. Ein gutes Beispiel für eine gelungene Bürgerbeteiligung nannte Grünen-Fraktionschefin Dr. Helga Frey den Leitbildprozess. Denn von Beginn an seien die Menschen der Stadt einbezogen gewesen, alle Entscheidungen „waren jederzeit transparent und nachvollziehbar“. Herausgekommen sei ein sehr gutes, „konsens- und lösungsorientiertes Ergebnis“. Genauso sah es die FDP, deren Sprecher Helmut Immerheiser anregte, zu gegebener Zeit eine Zwischenbilanz zu ziehen. Alle Fraktionen würdigten die Arbeit der Verwaltung, allen voran Projektleiter Roland Beek, der aus einem „Sammelsurium“ aus Ideen eine Arbeitsgrundlage entwickelt habe.

„Es bleibt spannend“, meinte ein sichtlich zufriedener Oberbürgermeister. Und er versicherte, dass er sich auf die Zusammenarbeit mit dem Stadtrat freue. .

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