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Energiewende vor Ort: suedlicht moderiert Energiewerkstätten in Südbaden

von Silke Moschitz | 18. März 2014

Seit Anfang des Jahres ist suedlicht in verschiedenen südbadischen Gemeinden unterwegs, um Bürgerinnen und Bürger in die Erarbeitung von kommunalen Energie- und Klimaschutzkonzepten einzubinden. Zusammen mit dem regionalen Energieversorger badenova sind diese Kommunen dabei, auf Basis einer Potenzialstudie Ziele und Maßnahmen für die Förderung erneuerbarer Energien, Energieeffizienz und nachhaltige Energieversorgungsstrukturen zu erarbeiten.  Neben der Fachkompetenz des badenova-Projektteams sollen dabei auch die Ideen von Bürger/innen und Gewerbetreibenden vor Ort eingebracht werden – nicht zuletzt, weil die Kommune für eine erfolgreiche Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen auf das Engagement dieser Gruppen angewiesen ist.

Ein erstes Fazit nach den ersten zwei Veranstaltungen in Breisach am Rhein und Albbruck an der Grenze zur Schweiz:  Das Thema Energie/Klimaschutz zieht vor allem Fachpublikum an – darunter finden sich zum Beispiel Installateurbetriebe, Landwirte als Betreiber von Biogasanlagen, oder auch Energieberater.  Andere Teilnehmende ohne solche „Vorbildung“ kommen aus Neugier und wollen sich informieren über Handlungsspielräume der Gemeinde. Interessant auch der relativ hohe Anteil von Gemeinderäten, die sich bereits im Vorfeld mit der vorbereitenden Studie zum Ist-Zustand und Potenzialen auseinandergesetzt haben und nun wohl gespannt sind auf das Feedback ihrer Wählerschaft.

Alle Gruppen auf Augenhöhe miteinander in eine fruchtbare Diskussion zu bringen, ist bisweilen eine Herausforderung für das Veranstaltungskonzept. Inhaltlich kristallisieren sich zum einen Interessensschwerpunkte bei den von der badenova vorgeschlagenen Themen heraus, zum anderen werden aber auch neue Aspekte eingebracht. Beeindruckend ist in jedem Fall die hohe Motivation aller Teilnehmenden, vor Ort etwas bewegen zu wollen in Sachen Energiewende. Sicherlich auch deswegen, weil die Energiewerkstätten in manchen Kommunen das erste Bürgerbeteiligungsangebot sind – die Fördermittel des Bundesministeriums für Umwelt scheinen hier sinnvoll eingesetzt.

Ausgestattet mit den Anregungen aus den Energiewerkstätten wird das Projektteam der badenova nun jeweils einen Maßnahmenkatalog ausarbeiten, der vom Gemeinderat beraten und dann der Öffentlichkeit in einer zweiten Energiewerkstatt erneut zur Diskussion gestellt werden soll  – im Sommer wird es an dieser Stelle dazu ein Update geben.

Und das schreibt die Presse zur Energiewerkstatt in Breisach … ergänzt um einen bedenkenswerten Kommentar zur „Männersache Klimaschutz“!

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