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Informations- und Beteiligungsprozess für eine ergänzende Bebauung im Bereich Ehrlichweg, Stuttgart Fasanenhof

von Christine Grüger | 17. August 2015

In Stuttgart ist der Wohnraum knapp!

Stelltafel EW

Die Stadt sucht daher im ganzen Stadtgebiet nach Möglichkeiten zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Dabei soll für jedes Quartier ein angemessenes und vertretbares Maß der Wohndichte gefunden werden. Grundlage dafür ist ein erarbeitetes Dichtemodell für die Gesamtstadt.

Im Bereich des Ehrlichwegs in Stuttgart Fasanenhof sind nach Meinung der Stadtplanung gute Entwicklungspotentiale für eine ergänzende Bebauung vorhanden. Doch welche Dichte ist dort geplant und für die Anwohnerschaft zumutbar?

Diese Frage wurde im Juli 2015 zuerst mit den Anwohnerinnen, den Wohnungsbaugenossenschaften, dem Bezirksbeirat und der Stadtplanung diskutiert. Welche Qualitäten sind wichtig? Was soll in der Planung beachtet werden? Was ist im Ehrlichweg nicht mehr vertretbar?

Fünf Baugenossenschaften haben bereits für die eigenen Flächen erste Planungsideen für eine ergänzende Bebauung entwickelt. Auch städtische Flächen können für eine Bebauung herangezogen werden.

Diese ersten Planungsideen wurden im Rahmen der Anwohner-Informationsveranstaltung sehr kritisch unter die Lupe genommen. Der Verlust von Grünflächen, die Zunahme von parkenden Autos, weitere Lärmimmissionen, Verschattung der Gebäude sind nur einige Bedenken, die vorgebracht wurden. Der örtliche Bürgerverein sammelt bereits gegen eine weitere Bebauung im Ehrlichweg Unterschriften.

Im weiteren Beteiligungsverfahren wird es spannend sein herauszufinden, wie weit die Anwohnerschaft bei einer ergänzenden Bebauung mitgehen würde, um sich angesichts der Nöte auf dem Wohnungsmarkt der Schaffung von Wohnraum für junge Familien nicht zu verschliessen.

Dazu werden wir in Kooperation mit unseren Kolleginnen aus der Mediationsallianz Ute Kinn, GRiPS aus Ettlingen und Claudia Peschen aus Ludwigsburg zwei Planungswerkstätten im Herbst 2015 durchführen.

 

 

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