Energiewende im Biosphärengebiet Schwarzwald

von Dirk Kron | 12. Dezember 2018

Das Biosphärengebiet Schwarzwald besteht seit knapp 2 Jahren. Es soll, den UNESCO Kriterien folgend, eine Art Labor sein: ausprobieren und zeigen wie Man and Biosphere, Mensch und Umwelt, mit- statt gegeneinander leben können. Eine herausragende Natur- und Kulturlandschaft schützen und gleichzeitig die dort lebenden Menschen dabei unterstützen eine wirtschaftliche und soziale Basis zu entwickeln und zu sichern ist das Ziel. Das Schlüsselwort hierzu ist „Nachhaltigkeit“.

Doch wie sieht das konkret aus beim Thema Energiegewinnung? Interessenkonflikte sind vorprogrammiert, wenn es darum geht, Gewässer zur Energiegewinnung zu nutzen oder Windräder aufzustellen. Einig war man sich in der von suedlicht moderierten und von der Freiburger Energieagentur fesa und dem NABU gemeinsam mit dem Biosphärengebiet durchgeführten Dialogveranstaltung, dass die Nutzung von Solarenergie oder des Rohstoffes Holz am wenigsten problematisch sind. Die „heissesten“ Debatten stehen bei Windkraft und Wasserkraftnutzung an. Katharina Maaß stellte hierzu das „Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz“ vor. Es zielt auf eine konstruktive Unterstützung der Energiewende – speziell des Ausbaus der Windenergie, der Freiflächenphotovoltaik und der Verteilnetze – ab. „Um den Aus- und Umbau naturverträglich zu ermöglichen, bietet das Dialogforum allen Beteiligten Beratungen, Schulungen und Informationsmaterial.Das Gemeinschaftsprojekt von BUND und NABU hat im September 2012 seine Arbeit aufgenommen. Im März 2016 bewilligte das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg die Verlängerung des Projekts bis 31. Dezember 2021“.

Video zum Thema naturverträgliche Energiewende

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Finanzministerin Edith Sitzmann im Dialog

von Dirk Kron | 12. Dezember 2018

 Zur Halbzeitbilanz der grün-schwarzen Landesregierung in Baden-Württemberg befragten wir Finanzministerin Edith Sitzmann im Rahmen einer öffentlichen Gesprächsreihe: Was wurde bewegt, welche Aufgaben kommen auf das Land zu und wie schlägt sich Landespolitik vor Ort in Freiburg nieder. Im Gespräch mit Moderator Dirk Kron ging Edith Sitzmann auf Erreichtes ein, beschrieb die Unterschiede zwischen der ersten Koalition mit der SPD und der derzeitigen mit der CDU und führte die Bedeutung einer nachhaltigen Finanzpolitik aus, die in guten Zeiten Schulden about und in Infrastrukturen investiert. Die Veranstaltung konnte per live-stream im Netz verfolgt werden.

 

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Groß gedacht! Die Biosphären-Gemeinden des Landkreises Waldshut legen los!

von Dirk Kron | 30. November 2018

Auf dem Boden eine große begehbare Landkarte. Der Umriss des Biosphärengebiets Schwarzwald. markiert sind die Biosphären-Gemeinden des Landkreises Waldshut.

Die Stimmung ist gelöst. Es wird gescherzt, gelacht. Diskutiert. Die Luft schwirrt vor Ideen und Gedanken. In zwei Reihen stehen sich Interessierte, Querdenker, Politiker, Bürgermeister, Künstler, Handwerker, Landwirte, Ingenieure und Förster gegenüber: ein Ideen-Speed-Dating  sorgt für ein gewaltiges Brainstorming. Der Austausch gelingt. Ergebnisse werden festgemacht. Vertieft. Konkretisiert. Gebündelt. Und bewertet. Am Ende werden 2-4 Projekte stehen, die im Biosphärengebiet Nachhaltigkeit in Sachen Kultur, Holzkompetenz, Freizeit, Erholung und Vernetzung  realisieren werden.

Der zweiteilige Kreativworkshop, gemeinsam mit Kollegen des Fachbüros ö-konzept GmbH aus Freiburg konzipiert, stieß auf positive Resonanz. Adrian Probst, Bürgermeister aus St. Blasien fasste am Ende wie folgt zusammen: „Sie haben alle mitgeholfen die Biosphärenregion im Landkreis Waldshut in diesen zwei Workshops voranzubringen. Wir können heute ein absolut positives Zwischenfazit ziehen. Es ist eine Dynamik entstanden, die wir so nicht erwarten konnten“. Und er ergänzte:  „Mein Dank gilt nicht zuletzt dem Team von suedlicht, Frau Hummel und Herrn Kron, die es immer wieder schaffen, Workshops zielgerichtet und zugleich so unterhaltsam zu moderieren, dass es sogar Spaß macht bis in den Abend hinein intensiv zusammen zu arbeiten.“

Bericht der Badischen Zeitung

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Dialogverfahren „Platz der Alten Synagoge“ abgeschlossen

von Dirk Kron | 10. September 2018

In 6 Monaten intensiver Dialogarbeit konnte zwischen der Stadtverwaltung Freiburg und den beiden jüdischen Gemeinden eine Vereinbarung zum Umgang mit den Fundamentresten der Alten Synagoge abgeschlossen werden. Vorausgegangen waren unterschiedliche Erwartungshaltungen und kontroverse Diskussionen in der Bürgerschaft im Zusammenhang mit dem neu gestalteten Platz der Alten Synagoge mit dem Erinnerungsbrunnen. Von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, der Presse und von den beiden jüdischen Gemeinden wurde Kritik an der Stadtverwaltung und ihrem Vorgehen beim Fund der Fundamentreste der Alten Synagoge geäußert.

Ein zentrales Ergebnis des Moderationsverfahrens ist die wieder aufgenommene Idee eines zentralen Dokumentations- und Informationszentrums über den Nationalsozialismus in Freiburg (NS-Doku- und Infozentrum). Diese Idee unterstützen beide jüdischen Gemeinden mit Nachdruck. Dort sollten möglichst viele gut erhaltene Fundamentsteine der alten, 1938 zerstörten Synagoge, in einem Mahnmal präsentiert werden. Außerdem sollen die Namen der ermordeten Jüdinnen und Juden in Freiburg in dem NS-Doku- und Infozentrum sichtbar gemacht werden. Bei der Erarbeitung eines detaillierten Konzepts werden die Jüdischen Gemeinden weiter einbezogen. (Pressemitteilung der Stadt Freiburg).

In dem Dialogverfahren wurde auch festgehalten, dass die Idee eines ergänzenden Mahnmals auf dem Platz der Alten Synagoge nicht mehr verfolgt wird, da er hierfür nicht den erforderlichen respektvollen Rahmen einer Mahn- oder Gedenkstätte bieten kann.

Das Verfahren wurde von allen Fraktionen im Gemeinderat als äußerst wertvoll gelobt. Hervorgehoben wurde u.a. die Qualität der differenzierten Abschlussvereinbarung. Baubürgermeister Martin Haag sowie Kulturbürgermeister Ulrich von Kirchbach bedankten sich in den Fachausschüssen und im Gemeinderat namentlich für die „äußerst engagierte Moderation“. Die entsprechende Drucksache der Verwaltung wurde einstimmig angenommen.

https://freiburg.more-rubin1.de/show_anlagen.php?_typ_432=vorl&_sid=2018-GR-173&_topst=1&_vorl_nr=3770503100101&_doc_n1=20180604152249.pdf&x=10&y=4

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Nationalpark Schwarzwald: 3 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit. Dank an Susann Schäfer.

von Dirk Kron | 9. September 2018

 

Seit drei Jahren beraten wir den Nationalpark Schwarzwald in Fragen der Partizipation zur Erstellung des Nationalparkplans. In dieser Zeit ist durch regelmäßige Prozess-Coachings sowie die Mitarbeit im Partizipationsausschuss eine intensive Zusammenarbeit mit Susann Schäfer sowie Dr. Britta Böhr (Fachbereichsleiterin) und Regina Drobnik entstanden.

Unter dem Dach „Der Nationalpark Schwarzwald im Dialog“ wurden wesentliche Module wie das Wegekonzept, Tourismus und Freizeit, Verkehrskonzept etc. aufbereitet und in einen Konsulationsprozess mit Fachleuten der Region und Bewohnern gebracht. Vorbildlich war dabei der Mix aus Informationen, Präsenzveranstaltungen, Exkursionen und einem jeweiligen online-Dialog. Zusätzlich wurden alle Beteilungsangebote auch in „einfacher Sprache“ formuliert, um die Beteiligungshürden zu senken.

Susann Schäfer wechselt nun ins Staatsministerium Stuttgart. Sie wird in der Stabsstelle der Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, Frau Gisela Erler, tätig sein. Wir bedanken uns für die stets wertschätzende und erfolgreiche Zusammenarbeit.

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Nicht immer führt der Weg zum Ziel. Bürgerentscheid Gernsbach.

von Dirk Kron | 8. August 2018

 

Giftfreies Gernsbach. So lautete das Motto und Anliegen einer Bürgerinitiative in Gernsbach. Die unweit der Stadt Baden-Baden an der Murg gelegene 14.000 Einwohnerstadt hat seit Jahren ein Problem. Am westlichen Stadteingang ruht das sogenannte Pfleiderer Areal, auf dem jahrzehntelang Bahnschwellen imprägniert worden waren. Mit der Einstellung des Geschäftsbetriebes auf dem Gelände im Jahr 2005 begann die Diskussion um die Nutzung sowie mögliche Sanierungsverfahren. Mittlerweile wünschen sich  viele Bürger und Gemeinderäte, dass das Gelände möglichst vollständig dekontaminiert  wird, d.h. dass alle im Boden befindlichen Chemikalien entfernt werden. Zwischenzeitlich hatte sich die Bürgerinitiative BIGG) gegründet, die sich für diese Forderung stark macht.

Da die Stadt derzeit nicht Eigentümerin des Areals ist, kann sie eine Sanierung nicht selbst angehen. Zudem sind weder frühere oder der heutige Besitzer des Geländes für eine Sanierung rechtlich haftbar zu machen. Der Auftrag an suedlicht lautete zur den Weg hin zu einem Bürgerentscheid zu begleiten. Hierzu wurde von Bürgermeister Julian Christ ein Lenkungskreis initiiert, dem Vertreter aller Fraktionen und Gruppierungen im Gemeinderat angehörten. Auf Initiative von suedlicht kamen noch 4 Bürger_innen hinzu, die sich bislang an den Diskussionen zum Pfleiderer Areal nicht beteiligt hatten. Diese sollten aus unserer Sicht eine vergleichbare Rolle wie die Schöffen vor Gericht einnehmen: auf Augenhöhe agieren und mit Stimmrecht versehen. Dem letzten Punkt stimmte das Gremium leider nicht zu, was sich aus unserer Sicht als Nachteil herausstellen sollte.

Im Dialogverfahren konnten durch die Arbeit des Lenkungskreises unter Beteiligung von Fachexperten und zwei öffentlichen Veranstaltungen zu juristischen Aspekten und Fragen zu Sanierungsverfahren, mögliche ökologischen Folgen und zur Gefahrenabwehr beantwortet werden. Den Auftrag eine gemeinsam getragene und möglichst konsensuale Fragestellung für einen Bürgerentscheid im September 2018 zu erarbeiten gelang uns mir dem Gremium leider nicht. Zum Abschluss des Verfahrens wurden die erarbeiteten inhaltlichen Klärungen in einer Broschüre als Bürgerinformation festgehalten und an alle Haushalte verteilt. Wie es nun weitergeht in Sachen Pfleiderer Areal wird der Gemeinderat nach der Sommerpause beraten.

 

 

 

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Danke, Klaus Selle!

von Dirk Kron | 6. August 2018

„Bleibende Aktualitäten. Gespräche über Anfänge, Enden und Fragen, die offen bleiben“, so lautete die Einladung zur Verabschiedung von Prof. Klaus Selle vom Lehrstuhl für Planungstheorie und Stadtentwicklung, die uns im April 2018 erreichte.

Schnell war entschieden, es möglich zu machen an diesem Tag in Aachen zu sein.
Klaus Selle war über drei Jahrzehnte Forschender, Vordenker und Innovator auf  dem Gebiet der Moderation in Planungsprozessen. Seine 7 W-Fragen gehören zum Handwerkszeug eines jeden Moderators. Als kritischer Geist und Querdenker hat er es stets vermocht, den Dingen auf den Grund zu gehen und selbstkritische Reflexionen in der eigenen Zunft anzustoßen.

Schön war es den Tag an der RWTH Aachen gemeinsam mit vielen Weggefährten zu erleben. Neben Persönlichem und  Biografischem ging es, wie es sich für eine Selle-Veranstaltugn gehört auch noch mal um Inhaltliches. Die Bodenfrage wurde im Kontext der Bodenspekulation in den Städten und die davon galoppierenden Wohnungspreise in einem Werkstattgespräch ebenso thematisiert wie die Frage, wie integriert Stadtentwicklung heute tatsächlich funktioniert.

Wir haben uns bei Klaus Selle mit einem persönlichen Beitrag für sein „Rezepte“-Buch und einer Flasche badischen Weins bei Klaus Selle für den langjährigen Austausch bedankt. Und wir sind sicher: das Zusammenwirken wird in einer anderen Form weitergehen.

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suedlicht in der Presseschau: Podiumsdiskussion zur Oberbürgermeister-Wahl in Freiburg

von Dirk Kron | 30. Juli 2018

Im bis zum letzten Platz gefüllten Bürgerhaus Zähringen fand die erste große Podiumsdiskussion mit den OB-Kandidaten in Freiburg statt. Eingeladen hatte die Arbeitsgemeinschaft der 18 Freiburger Bürgervereine. „ Den Fragen des souverän agierenden Moderators Dirk Kron“, so der Freiburger Wochenbereicht, „stellten sich Amtsinhaber Dieter Salomon (Grüne), Martin Horn (parteilos, aber von der SPD unterstützt), Manfred Kröber (Grünen-Mitglied) und Anton Behringer ( unabhängig)“.

Die Badische Zeitung (Frank Zimmermann, 28. März 2018) aus Freiburg kommentierte das Format und die Moderation folgendermaßen:

Das Format: Diese „Podiumsdiskussion“ war keine im klassischen Sinne. Die Fragen kamen vom Publikum: Das konnte beim Betreten des Saals nach Themen geordnet Fragen auf Zetteln formulieren. Eine kluge Entscheidung, denn so umging man zum einen das häufige Problem solcher Beteiligungsformate, dass einzelne Zuschauer lange Monologe halten (die dann oft gar nicht in einer Frage mündet). Zum anderen kamen so auch diejenigen zum Zuge, die nicht den Mut haben, vor Hunderten von Menschen ins Mikrofon zu sprechen. Ein Gongschlag sorgte für Disziplin bei den Redezeiten.

Moderiert wurde der Abend von Dirk Kron, suedlicht, freiberuflicher Organisationsberater, Moderator und Mediator. Sein Credo: „Es geht hier weniger ums Gestern, sondern ums Morgen.“ Seine Devise: „Klar in der Sache, fair im Ton.“ Kron machte seine Sache gut.

http://www.badische-zeitung.de/freiburg/podiumsdiskussion-zur-ob-wahl-ein-bisschen-trump-im-buergerhaus–150950094.html

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Kursbuch Bürgerbeteiligung No. 2 erschienen.

von Dirk Kron | 15. Juli 2018

 

Mit zwei Beiträgen von suedlicht ist das Kursbuch Bürgerbeteiligung, Band 2 erschienen. Das von Jörg Sommer, Berlin Institut für Partizipation, publizierte und über 500 Seiten starke Buch enthält einen Betrag von Dr. Christine Grüger über das „Für und Wider der Partizipation in städtebaulichen Wettbewerbsverfahren“. Dirk Kron ist mit einem Artikel „Das Feuer großer Gruppen – mit Großgruppen durch Konflikte gehen“ vertreten.

 

 

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Sitzungsleitung – auf was kommt’s an?

von Lena Hummel | 28. Juni 2018

Am 23. Juni 2018 durfte ich ein Training zum Thema Sitzungsleitung durchführen. Auf was kommt’s an, wenn wir Sitzungen leiten? Was ist das absolute „Muss“ in der Vorbereitung? Mit welcher „Haltung“ gehen wir Sitzungen? Und wie schaffen wir es, dass uns „die Zeit nicht wegläuft“?

Und für meine nächste Besprechung nehme ich mir vor, mich wieder bewusster und mit mehr Wertzuschätzung vorzubereiten. Denn darin liegt ein Kernstück der Arbeit – wie auch bei großen Dialogveranstaltungen steckt viel Qualität in guter Vorbereitung.

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