Fortbildung zur Moderatorin/ zum Moderator in der Stadtentwickung vom Bundesverband Wohnen und Stadtentwicklung (vhw)

von Christine Grüger | 12. Dezember 2021

Geschafft! Endlich konnten in diesem Jahr wieder zwei vhw Fortbildungskurse zur Moderator*in in der Stadtentwicklung in Karlsruhe stattfinden. Die Teilnehmenden waren darüber sehr erleichtert und hoch motiviert gemeinsam den Methodenkoffer zur Moderation kennenzulernen. Dabei hatten sie auch noch Spass bei der Sache. Wir freuen uns auf weitere Kurse in 2022!

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Bürger*innenrat zur Zukunft der Oper in Düsseldorf

von Lena Hummel | 1. Dezember 2021

Es war eine Premiere: Die Stadt Düsseldorf hat zum ersten Mal einen Bürger*innenrat eingesetzt, und suedlicht hat diesen Prozess gemeinsam mit unserem Netzwerkpartner ISR gestaltet und moderiert. Von Juni bis August 2021 fanden drei Sitzungen statt, bei denen es um die Zukunft der Oper ging: soll das bisherige Gebäude saniert und erweitert oder neu gebaut werden? Welcher Standort würde sich am besten für einen Neubau eignen? Das hierbei erarbeitete Bürgergutachten ist eine der Grundlagen für die Entscheidung der Politik, wo die Oper Düsseldorf in Zukunft stehen soll.

Eine Besonderheit war, dass alle Sitzungen als Videokonferenz stattfanden. Im geschützten Raum konnten die zufällig aus dem Melderegister ausgewählten Bürgerinnen und Bürger diskutieren und ihre Meinungen austauschen und bilden. Um über die Sitzungen hinweg eine Kontinuität zu ermöglichen und mehrere Themen parallel zu bearbeiten, wurden drei Gruppen mit fester Zusammensetzung gebildet. Aus dem Jugendrat, der Belegschaft und dem Ensemble der Oper sowie dem Abonnentenkreis wurde jeweils ein Mitglied zugelost. So wurde die Beteiligung dieser Gruppen sichergestellt.

Jede Gruppe wurden von je zwei erfahrenen Moderatoren begleitet, die das Gespräch leiteten und die Beiträge festhielten. Das Feedback der Teilnehmenden zeigt, dass guter Dialog auch im digitalen Raum möglich ist!

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Finale zur Stadtkonzeption Rottenburg 2030

von Christine Grüger | 24. November 2021

Die Stadt Rottenburg am Neckar hatte 2019 eine „große Bürgerbeteiligung“ bestellt – diese hat suedlicht am 23.11.2021 im Gemeinderat abgeliefert. Ohne Gegenstimme mit zwei Enthaltungen  wurden die Stadtkonzeption Rottenburg 2030  verabschiedet! Ein großes Projekt geht damit für suedlicht zu Ende. Wir alle haben viel dazu beigetragen den Ortschaften und der Öffentlichkeit Gehör bei Politik und Verwaltung zu schaffen.

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Beteiligungsportal im Nordschwarzwald online

von Lena Hummel | 19. November 2021

Die Auftaktveranstaltung am 18.11.2021 war der Startschuss für den Dialog- und Beteiligungsprozess zur Erarbeitung des neue Regionalen Entwicklungskonzeptes (REK) der LAG Nordschwarzwald für die LEADER-Förderperiode 2023-2027.

Bürger*innen und Bürger wie auch interessierte Vereine, Verbände, Unternehmen und Verwaltung haben jetzt die Möglichkeit sich in diesen Prozess einzubringen und so die Ausrichtung von LEADER in den Jahren 2023-2027 aktiv mit zu gestalten. Die im REK verankerte Entwicklungsstrategie und die dort formulierten Handlungsschwerpunkte bilden am Ende die inhaltliche Grundlage für die Projektförderung in den kommenden Jahren. Im ersten Schritt geht es jetzt darum die Stärken und Schwächen der Region auf den Prüfstand zu stellen und Entwicklungstrends heraus zu arbeiten.

Unter www.nordschwarzwald-mitmachen.de finden Sie die von unserem Projektpartner polidia erstellte Beteiligungsplattform. Einträge können bis 05.12.21 erstellt werden.

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Bürger*innen-Jury: geht so was?

von Lena Hummel | 20. Juli 2021

Kurz zum Projekt: Der Minigolfplatz in Oberwolfach ist seit einigen Jahren verweist. Die ehemalige Minigolffläche soll nun umgestaltet werden. Neben der erforderlichen Verbreiterung der Straße für die neue Arztpraxis in der Wolftalschule sind Umgestaltungsmaßnahmen in drei Teilabschnitten geplant. Die Gestaltung des dritten Abschnitts wird mit bürgerschaftlicher Unterstützung in Form einer Ideenwerkstatt entworfen.

Der Auftakt der Ideenwerkstatt fand bereits am 18. Juni 2021 statt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger haben die Gelegenheit genutzt, sich vor Ort zu Informieren und Ihre Ideen für die Gestaltung der Wiese hinter der Sporthalle einzubringen.

In einem weiteren Schritt hat sich am vergangenen Freitag eine Jury getroffen, um die Vorschläge zu sichten, abzuwägen und Favoriten zu wählen. Unterstützt wurde sie dabei von Franziska Parton und Lena Hummel von suedlicht. Die Jury setzt sich aus drei Gemeinderätinnen und Gemeinderäten, Vertretung von Schule und Sportverein und Bürgerinnen und Bürgern aus Oberwolfach zusammen.

Die Jury war sich schnell einig, dass der offene Charakter der Fläche erhalten bleiben soll. In zwei Arbeitsgruppen wurden die Ideen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und diskutiert. Dabei ging es um Natursteinstufen, Sitzbänke, ein Volleyballfeld, die Tischtennisplatte und vieles mehr. Die Ergebnisse wurden anschließend zusammengetragen und als Prüfaufträge an Bürgermeister Bauernfeind übergeben. Im Herbst möchte sich die Jury noch einmal treffen. Danach wird der favorisierte Vorschlag für die Gestaltung der Wiese an den Gemeinderat weitergegeben.

Wie in dieser Pressemitteilung durchklingt: ein konstruktives Miteinander hat einen fruchtbaren Dialog ermöglicht und klare Arbeitsaufträge für die Verwaltung. Wir sind gespannt, wie es nun weitergeht.

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Dialog: aber bitte corona-konform!

von Lena Hummel | 24. Juni 2021

Die letzten Monate haben viel Kreativität verlangt, um Dialoge „verordnungskonform“ zu konzipieren und durchzuführen. So entstand die Idee eine Ausstellung auf der grünen Wiese zu veranstalten anstatt – wie üblich – einer öffentlichen Auftaktveranstaltung in der Festhalle einer kleinen Gemeinde im Schwarzwald.

Von suedlicht waren wir als Gesprächspartner*innen vor Ort und konnten peu à peu die Wand der Ideen füllen – und haben ganz im Sinne der aufsuchenden Beteiligung viele junge Stimmen beim „Vorbeigehen“ einfangen können. Und bis Ende Juni wird dort noch ein Bänkle mit Briefkasten stehen…

Ideen-Bänkle mit Briefkasten

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Über Grenzen hinweg

von Lena Hummel | 21. Juni 2021

Ein Gespräch mit suedlicht über die Besonderheiten der grenzüberschreitenden Bürgerbeteiligung – online wie in Präsenz – gibt’s zu lesen beim Berlin Institut für Partizipation (bipar).

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Der technische Host im Team suedlicht

von Christine Grüger | 6. August 2020

Während der Coronazeit erhalten wir viele Anfragen, um online-Seminare oder Videokonferenzen durchzuführen. Ein technischer host ist dabei unabdingbar. Mit Hilfe unseres Netzwerks haben wir bereits mehrere große Videokonferenzen umsetzen können. „Mal eben“ 160 Teilnehmende in einer virtuellen Dienstbesprechung zweier Ministerien zusammenzubringen, ist eine Herausforderung. Aber auch das haben wir zu dritt mit Angela Lüchtrath als unsere online Moderatorin gemeistert.

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Der erste Podcast in der Reihe „What next“ der Reihe Stadtgespräche an der RWTH Aachen

von Christine Grüger | 15. Juni 2020

Im Gespräch mit Prof. Dr. Klaus Selle, Stadtplaner, Stadtforscher und „Vertreter der Wirklichkeit“ und dem Pionier der online Beteiligung Dr. Oliver Märker, Gründer und Gesellschafter der Agentur Zebralog, wurde das Digitale in zukünftigen Dialogprozessen unter die Lupe genommen.

Von beiden Gesprächspartnern wurden hervorgehoben, dass es zukünftig eine wohldurchdachte Balance zwischen digitaler und analoger Kommunikation geben wird: crossmedial, d.h. ein Wechselspiel von synchronen und asynchronen Formaten. Dabei ist die „Nebenbeikommunikation“ mitzubedenken und aktiv in diese Prozesse zu integrieren.

Wichtige Erkenntnis des Gesprächs war es, dass -unabhängig, ob digitale oder analoge Formate- die vor Ort etablierte Planungskultur und Haltung entscheidet für den Erfolg von Beteiligung ist. Leider sei der Wille zur Partizipation nur in 10 % der Kommunen vorhanden.

Letztendlich ist eine »Ökonomie der Beteiligung« notwendig: Man müsse wieder bewusst nachfragen, wen will ich wann warum beteiligen? Die sorgfältige Akteursanalyse ist im digitalen Format genauso wichtig wie im analogen. Es braucht mehr Sorgfalt, um die richtigen Personen für das Projekt anzusprechen. Notfalls telefonisch! Also ist die aufsuchende Beteiligung auch im Digitalen ein wesentlicher Arbeitsschritt.

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Covid-19: Chronik eines Prozessumbaus

von Dirk Kron | 26. Mai 2020

Wir arbeiten seit einigen Monaten an einem strategischen Plan für den Naturpark Schwarzwald Mitte-Nord, das ist der größte Naturpark in Deutschland. Ende Januar fand die Auftaktveranstaltung in Bad Wildbad statt. Und dann kam Corona.
Ich weiss noch genau: Am Donnerstag, 16. März saßen wir im suedlicht-Team zusammen. Wir fragten uns: Kann der Planungsdialog am 23. März mit fortgesetzt werden? Funktioniert eine große Akteurs-Werkstatt auch mit 1,5 m Abstand zwischen den Stühlen? Gibt das die Räumlichkeit her? Wir waren skeptisch und doch entschlossen es zu versuchen. Ein Tag später, am 17. März, kam die Nachricht. Betretungsverbot in der gemieteten Halle. Klare Botschaft: Die Veranstaltung wird abgesagt.

Dann kam die Zeit der Krisentelefonate.Und die Einschätzung wuchs: Das kann länger dauern.Also haben wir die Köpfe zusammengesteckt, im Team und mit dem Auftraggeber, und alternative Konzepte skizziert. Technik wurde getestet, nach passenden Tools gesucht, Datenschutzanforderungen geprüft. Toll war, dass Ende März unser Netzwerkpartner, Polidia GmbH seine Unterstützung angeboten hat. Die Kolleginnen und Kollegen in Berlin haben sofort mitangepackt und ihre Erfahrungen beim Aufbau einer digitalen Dialogplattform eingebracht.

Innerhalb von zweieinhalb Wochen entstand eine digitale Beteiligungslandschaft: mit klarer Nutzerstruktur, mit Texten, Fotos wurden eingebaut, ein Erklärvideo gedreht und strategischen Fragen entwickelt, auf die wir nun digital auf Antworten hoffen.

Am 15. April haben wir die Akteurswerkstatt mit einer Videokonferenz eingeleitet. Alle waren etwas nervös, doch es hat geklappt: inklusive Grußwort, ein virtueller Gang durch die Dialogplattform, und ein erstes Diskutieren in virtuellen Kleingruppen

Am selben Tag noch wurde die online-Plattform unter dem Namen Dialognaturpark2030 freigeschaltet. Und die ersten Nutzer haben sich registriert und eingeloggt. In 10 Tagen Laufzeit haben wir über 200 Beiträge erhalten. Die Qualität war wirklich außerordentlich hoch. Mit diesen können wir nun weiterarbeiten.
Was haben wir gelernt haben? Wir eine völlig veränderte Dialog-Struktur aufgebaut, haben Videokonferenz und digitale Plattform verbunden, und einen 10 tägigen Dialogprozess online moderiert. Das ganze innerhalb von 4 Wochen. Schön zu sehen, wie das im Team und mit dem Auftrageber so schnell möglich war.

Und wir haben gelernt: Wir werden die neuen digitalen Strukturen noch eine ganze Weile brauchen. Sie weiterentwickeln und sie modifizieren. Sie helfen uns in dieser Zeit das nun vielleicht noch wichtiger gewordene Dialogprinzip aufrecht zu erhalten
Klar: Mimik und Zwischentöne lassen sich digital nicht einfach übertragen. Die menschliche Kommunikation hat mehr zu bieten als 0 und 1. Und auf einer Plattform zu schreiben und zu kommentieren, ist nicht die Art des diskursiven Miteinanders, die wir sonst so wertschätzen. Dennoch: die Kombination verschiedener tools bietet auch neue Möglichkeiten. Wir werden Teile davon sicher auch nutzen, wenn wir wieder in echt zusammenkommen können. Und darauf freuen wir uns sehr.

Ein Video hierzu finden Sie auf unserer website unter Digitales
oder unter Eindrücke

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