grenzüberschreitender Bürgerdialog

von Lena Hummel | 4. Juni 2019

Was verbindet die Deutsch-Schweizer Nachbarschaft? Was sehen sie kritisch? Was sind Ideen für das Zusammenleben in Zukunft?

Diesen Fragen wurde am 11. und 25.Mai 2019 bei zwei grenzüberschreitende Bürgerdialogen am Hochrhein nachgespürt. Veranstaltet wurden diese vom Staatsministerium Baden-Württemberg, der Hochrheinkommission und den jeweils teilnehmenden Gemeinden an der Grenze.

Dank des interaktiven Dialogformats entstand eine angeregte Diskussions-Atmosphäre. Die Teilnehmenden haben ihre Fragen und Anregungen eingebracht und konnten diese an Thementischen vertiefen.

Mit Blick auf mittlerweile fünf Bürgerdialoge nehme ich (Lena Hummel) aus Sicht der Moderation mit:

© Sabrine Wolf

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Rahmenplan beschlossen

von Lena Hummel | 29. Mai 2019

Wir haben in den letzten 16 Monaten den Beteiligungsprozess zum Rahmenplan des Oberen Säuterich in Karlsruhe Durlach-Aue begleitet. Es wurden verschiedene Akteursgespräche durchgeführt (z.B. mit Eigentümer*innen, Anwohnenden) und die Öffentlichkeit in zentralen Veranstaltungen informiert. Der Prozess wurde sehr konstruktiv durch eine Begleitgruppe mitgestaltet.
Die informelle Planungsphase ist nun beendet und das förmliche Bebauungsplanverfahren ist damit eingeleitet.

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Graben-Neudorf: Gemeinsam den „Lern- und Begegnungsort neue Mitte“ gestalten

von Lena Hummel | 12. April 2019

Seit über einem Jahr begleiten wir die Gemeinde Graben-Neudorf bei der Planung und Gestaltung der „neuen Mitte“. Heute befindet sich auf der Fläche gegenüber des Rathauses noch eine Brachfläche…

… zuder der Gemeinderat und die Bürgerschaft Eckpunkte erarbeitet hat. In den nächsten Monaten soll das Konzept LeBeN (Lern- und Begegnungsort in der Neuen Mitte) gemeinsam mit der Bürgerschaft weiter erarbeitet werden. Der Dialog geht weiter und wir sind gespannt, welche Ideen für eine Zwischennutzung der Brachfläche entstehen werden.

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Eine mutige Variante der Partizipation in Wettbewerbsverfahren: Neues Wohnen in Frankfurt Eschersheim!

von Christine Grüger | 6. Januar 2019

Im Frankfurter Stadtteil Eschersheim soll ein neues Quartier in unmittelbarer Nähe einer 60iger Jahre Siedlung entstehen. Die Probleme durch die unmittelbare Nachbarschaft und der im Vorfeld bekannten Forderungen nach der Erhaltung eines „Wäldchens“ veranlasste die Stadt Frankfurt dazu, die interessierte Öffentlichkeit bereits im Rahmen des städtebaulichen Ideenwettbewerbs miteinzubinden. Dabei wurde die Bürgerbeteiligung zum Wettbewerb zugleich mit den gesetzlich vorgeschriebenen frühzeitigen Bürgerbeteiligung gemäß des § 3 (1) Baugesetzbuches in einer gemeinsamen Veranstaltung verschränkt. Ein seltenes und gewagtes Vorgehen in einem dialogorientierten Wettbewerbsverfahren!

Damit war klar, dass in der Veranstaltung die gesetzlichen Forderungen der Erläuterung unterschiedlicher Lösungen und der Auswirkungen auf das Gebiet zu erfolgen hatte.

Die fünf von einer Jury ausgewählten Entwürfe aus der 1. Phase wurden in einer ersten Bürgerinformationsveranstaltung präsentiert und der interessierten Öffentlichkeit Gelegenheit zu intensivem Austausch mit den Planungsteams sowie der Abgabe eines feedbacks gegeben.

Die Planungsteams wurden dann aufgefordert, auf der Basis dieses feedbacks ihre Entwürfe in den nächsten drei Monaten zu überarbeiten und der Öffentlichkeit am Tag vor der Preisgerichtssitzung zu präsentieren. Hier wurden tatsächlich noch einige Entwürfe erheblich aufgrund der bürgerschaftlichen Anregungen verändert. Darauf wurde auch explizit in den Kurzpräsentationen der Planungsteams eingegangen.

Einige Mitglieder der Jury und des Stadtrates waren in dieser zweiten Bürgerinformationveranstaltung anwesend. So erfuhren diese das Meinungsbild und -mittelbar- auch den favorisierten Entwurf der Bürgerschaft. Eine „gewagte“ Variante der Partizipation in Wettbewerbsverfahren, die nicht in allen Bundesländern auf Gegenliebe der Architektenkammern und einiger Planungsteams stößt. Die Befürchtungen, dass Jurymitglieder und Politiker durch diese Veranstaltung beeinflusst und weniger die Qualität der Entwürfe als vielmehr das „Wählervotum“ in den focus nehmen, ist sicherlich nicht unberechtigt.

Zum Glück waren sich jedoch die Fachjury und die Alltagsexperten einig und favorisierten den gleichen Entwurf.

Nur was würde passieren, wenn hier sich hier die Fach- und Alltagsexperten uneins wären. Eine spannende Frage ….

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Der Dialogprozess Herrenberg-Süd geht in die Umsetzungphase!

von Christine Grüger | 3. Januar 2019

Die Stadt Herrenberg hat beschlossen, ein aktives Bodenordnungsmodell (Stadtentwicklungsmaßnahme) anzuwenden, um zügig und einheitlich das größte Stadterweiterungsgebiet zu entwickeln. Die vorbereitenden Untersuchungen werden im Frühjahr 2019 gestartet. Eine Herausforderung ist es die Kommunikation mit den vielen Beteiligten zu koordinieren: einerseits die interne Kommunikation mit den beauftragten Büros, Fachämtern und Politik sowie andererseits mit den Eigentümer*innen und Pächter*innen, der Anwohnerschaft und der interessierten Öffentlichkeit.

Der Rahmenplan HE-Süd, den wir mit verschiedenen Planungsdialogen mit Anwohner*innen, Eigentümer*innen und der interessierten Öffentlichkeit in Bürgerforen und Planungswerkstatt in den Jahren 2016/ 17 begleitet haben, soll nun umgesetzt werden.

Suedlicht moderierte die erste Informationsveranstaltung für die über 300 Eigentümer*innen im Dezember 2019. Weitere Dialoge sind für 2019 im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen geplant.

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Energiewende im Biosphärengebiet Schwarzwald

von Dirk Kron | 12. Dezember 2018

Das Biosphärengebiet Schwarzwald besteht seit knapp 2 Jahren. Es soll, den UNESCO Kriterien folgend, eine Art Labor sein: ausprobieren und zeigen wie Man and Biosphere, Mensch und Umwelt, mit- statt gegeneinander leben können. Eine herausragende Natur- und Kulturlandschaft schützen und gleichzeitig die dort lebenden Menschen dabei unterstützen eine wirtschaftliche und soziale Basis zu entwickeln und zu sichern ist das Ziel. Das Schlüsselwort hierzu ist „Nachhaltigkeit“.

Doch wie sieht das konkret aus beim Thema Energiegewinnung? Interessenkonflikte sind vorprogrammiert, wenn es darum geht, Gewässer zur Energiegewinnung zu nutzen oder Windräder aufzustellen. Einig war man sich in der von suedlicht moderierten und von der Freiburger Energieagentur fesa und dem NABU gemeinsam mit dem Biosphärengebiet durchgeführten Dialogveranstaltung, dass die Nutzung von Solarenergie oder des Rohstoffes Holz am wenigsten problematisch sind. Die „heissesten“ Debatten stehen bei Windkraft und Wasserkraftnutzung an. Katharina Maaß stellte hierzu das „Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz“ vor. Es zielt auf eine konstruktive Unterstützung der Energiewende – speziell des Ausbaus der Windenergie, der Freiflächenphotovoltaik und der Verteilnetze – ab. „Um den Aus- und Umbau naturverträglich zu ermöglichen, bietet das Dialogforum allen Beteiligten Beratungen, Schulungen und Informationsmaterial.Das Gemeinschaftsprojekt von BUND und NABU hat im September 2012 seine Arbeit aufgenommen. Im März 2016 bewilligte das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg die Verlängerung des Projekts bis 31. Dezember 2021“.

Video zum Thema naturverträgliche Energiewende

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Finanzministerin Edith Sitzmann im Dialog

von Dirk Kron | 12. Dezember 2018

 Zur Halbzeitbilanz der grün-schwarzen Landesregierung in Baden-Württemberg befragten wir Finanzministerin Edith Sitzmann im Rahmen einer öffentlichen Gesprächsreihe: Was wurde bewegt, welche Aufgaben kommen auf das Land zu und wie schlägt sich Landespolitik vor Ort in Freiburg nieder. Im Gespräch mit Moderator Dirk Kron ging Edith Sitzmann auf Erreichtes ein, beschrieb die Unterschiede zwischen der ersten Koalition mit der SPD und der derzeitigen mit der CDU und führte die Bedeutung einer nachhaltigen Finanzpolitik aus, die in guten Zeiten Schulden about und in Infrastrukturen investiert. Die Veranstaltung konnte per live-stream im Netz verfolgt werden.

 

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Groß gedacht! Die Biosphären-Gemeinden des Landkreises Waldshut legen los!

von Dirk Kron | 30. November 2018

Auf dem Boden eine große begehbare Landkarte. Der Umriss des Biosphärengebiets Schwarzwald. markiert sind die Biosphären-Gemeinden des Landkreises Waldshut.

Die Stimmung ist gelöst. Es wird gescherzt, gelacht. Diskutiert. Die Luft schwirrt vor Ideen und Gedanken. In zwei Reihen stehen sich Interessierte, Querdenker, Politiker, Bürgermeister, Künstler, Handwerker, Landwirte, Ingenieure und Förster gegenüber: ein Ideen-Speed-Dating  sorgt für ein gewaltiges Brainstorming. Der Austausch gelingt. Ergebnisse werden festgemacht. Vertieft. Konkretisiert. Gebündelt. Und bewertet. Am Ende werden 2-4 Projekte stehen, die im Biosphärengebiet Nachhaltigkeit in Sachen Kultur, Holzkompetenz, Freizeit, Erholung und Vernetzung  realisieren werden.

Der zweiteilige Kreativworkshop, gemeinsam mit Kollegen des Fachbüros ö-konzept GmbH aus Freiburg konzipiert, stieß auf positive Resonanz. Adrian Probst, Bürgermeister aus St. Blasien fasste am Ende wie folgt zusammen: „Sie haben alle mitgeholfen die Biosphärenregion im Landkreis Waldshut in diesen zwei Workshops voranzubringen. Wir können heute ein absolut positives Zwischenfazit ziehen. Es ist eine Dynamik entstanden, die wir so nicht erwarten konnten“. Und er ergänzte:  „Mein Dank gilt nicht zuletzt dem Team von suedlicht, Frau Hummel und Herrn Kron, die es immer wieder schaffen, Workshops zielgerichtet und zugleich so unterhaltsam zu moderieren, dass es sogar Spaß macht bis in den Abend hinein intensiv zusammen zu arbeiten.“

Bericht der Badischen Zeitung

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Dialogverfahren „Platz der Alten Synagoge“ abgeschlossen

von Dirk Kron | 10. September 2018

In 6 Monaten intensiver Dialogarbeit konnte zwischen der Stadtverwaltung Freiburg und den beiden jüdischen Gemeinden eine Vereinbarung zum Umgang mit den Fundamentresten der Alten Synagoge abgeschlossen werden. Vorausgegangen waren unterschiedliche Erwartungshaltungen und kontroverse Diskussionen in der Bürgerschaft im Zusammenhang mit dem neu gestalteten Platz der Alten Synagoge mit dem Erinnerungsbrunnen. Von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, der Presse und von den beiden jüdischen Gemeinden wurde Kritik an der Stadtverwaltung und ihrem Vorgehen beim Fund der Fundamentreste der Alten Synagoge geäußert.

Ein zentrales Ergebnis des Moderationsverfahrens ist die wieder aufgenommene Idee eines zentralen Dokumentations- und Informationszentrums über den Nationalsozialismus in Freiburg (NS-Doku- und Infozentrum). Diese Idee unterstützen beide jüdischen Gemeinden mit Nachdruck. Dort sollten möglichst viele gut erhaltene Fundamentsteine der alten, 1938 zerstörten Synagoge, in einem Mahnmal präsentiert werden. Außerdem sollen die Namen der ermordeten Jüdinnen und Juden in Freiburg in dem NS-Doku- und Infozentrum sichtbar gemacht werden. Bei der Erarbeitung eines detaillierten Konzepts werden die Jüdischen Gemeinden weiter einbezogen. (Pressemitteilung der Stadt Freiburg).

In dem Dialogverfahren wurde auch festgehalten, dass die Idee eines ergänzenden Mahnmals auf dem Platz der Alten Synagoge nicht mehr verfolgt wird, da er hierfür nicht den erforderlichen respektvollen Rahmen einer Mahn- oder Gedenkstätte bieten kann.

Das Verfahren wurde von allen Fraktionen im Gemeinderat als äußerst wertvoll gelobt. Hervorgehoben wurde u.a. die Qualität der differenzierten Abschlussvereinbarung. Baubürgermeister Martin Haag sowie Kulturbürgermeister Ulrich von Kirchbach bedankten sich in den Fachausschüssen und im Gemeinderat namentlich für die „äußerst engagierte Moderation“. Die entsprechende Drucksache der Verwaltung wurde einstimmig angenommen.

https://freiburg.more-rubin1.de/show_anlagen.php?_typ_432=vorl&_sid=2018-GR-173&_topst=1&_vorl_nr=3770503100101&_doc_n1=20180604152249.pdf&x=10&y=4

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Nationalpark Schwarzwald: 3 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit. Dank an Susann Schäfer.

von Dirk Kron | 9. September 2018

 

Seit drei Jahren beraten wir den Nationalpark Schwarzwald in Fragen der Partizipation zur Erstellung des Nationalparkplans. In dieser Zeit ist durch regelmäßige Prozess-Coachings sowie die Mitarbeit im Partizipationsausschuss eine intensive Zusammenarbeit mit Susann Schäfer sowie Dr. Britta Böhr (Fachbereichsleiterin) und Regina Drobnik entstanden.

Unter dem Dach „Der Nationalpark Schwarzwald im Dialog“ wurden wesentliche Module wie das Wegekonzept, Tourismus und Freizeit, Verkehrskonzept etc. aufbereitet und in einen Konsulationsprozess mit Fachleuten der Region und Bewohnern gebracht. Vorbildlich war dabei der Mix aus Informationen, Präsenzveranstaltungen, Exkursionen und einem jeweiligen online-Dialog. Zusätzlich wurden alle Beteilungsangebote auch in „einfacher Sprache“ formuliert, um die Beteiligungshürden zu senken.

Susann Schäfer wechselt nun ins Staatsministerium Stuttgart. Sie wird in der Stabsstelle der Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, Frau Gisela Erler, tätig sein. Wir bedanken uns für die stets wertschätzende und erfolgreiche Zusammenarbeit.

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